Feuerwehr übt in einem Steinheimer Malerbetrieb

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Feuerwehr Steinheim führte realitätsnahe Übung mit Menschenrettung durch.

Im Rahmen des regulären Übungsbetriebes führte es die Feuerwehr Steinheim in den Malerbetrieb Gemmeke. Mit dem Alarmstichwort "Feuermeldung in einem  kombinierten Verkaufsladen mit Werkstatt und einem angeschlossenen Wohnhaus" rückte der Löschzug 1 der Kernstadt in die Schulstraße aus. Als das erste Löschfahrzeug und der Einsatzleitwagen am Übungsobjekt eintrafen,  erklärte  der Übungsleiter und stellv. Wehrführer Uwe Niehörster dem Einsatzleiter die angenommene Einsatzlage. So musste der Einsatzleiter bei der Erkundung feststellen, dass im Dachboden der Verkaufsfläche ein Feuer ausgebrochen war, dort eine Person vermisst wird und der Brand drohte sich auf das Gesamtgebäude auszudehnen. Mit diesen Erkundungsinformationen galt es nun für den Einsatzleiter die drohenden Gefahren zu erkennen und in deren Dringlichkeit einzuordnen, um dann die Einsatzstelle zu strukturieren und die Fahrzeuge in die Einsatzabschnitte einzuweisen. So wurde das erste Löschfahrzeug mit dem Stichwort Menschenrettung zum Werkstatteingang beordert, um so umgehend die notwendigen Massnahmen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung einzuleiten. Zwei Atemschutztrupps begaben sich auf den mit Nebel verrauchten Dachboden, um die vermisste Person (Übungspuppe) zu suchen und zu retten. Zur gleichen Zeit wurde die Drehleiter dem zweiten Löschfahrzeug unterstellt, um die mögliche Brandausbreitung auf das Wohnhaus mit einer Riegelstellung zu verhindern. Das Löschfahrzeug diente der Drehleiter als leistungsstarke Wasserversorgung. Gleichzeitig wurde damit eine getrennte Löschwasserversorgung vom ersten Löschfahrzeug mit Trupps im Innenangriff und der Riegelstellung realisiert. Im Einsatzleitwagen, dem Führungshilfsmittel des Einsatzleiters, konnte zum ersten Mal die neue Taktiktafel eingesetzt werden. Auf diesem Hilfsmittel ist eine übersichtliche Lagedarstellung zur schnellen Einweisung nachrückender Einsatzkräfte möglich. In der anschließenden kurzen "Manöverkritik" ging Übungsleiter Uwe Niehörster und Einsatzleiter Christian Kröger kurz auf den Übungsablauf ein und bedankten sich bei dem Inhabe des Malerbetriebes Alfred Gemmeke für die Bereitstellung des Übungsobjektes. Nach einer kurzen Begehung der Räumlichkeiten, die zum Teil früher als Gaststätte und Festsaal genutzt wurden, zeigte sich für den Fall der Fälle die Wichtigkeit von Ortskenntnissen, auch wenn sich keiner der Anwesenden ein Wiedersehen im Einsatzfall wünschte.