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eingesetzte Kräfte
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Am Mittwochabend wurden die Einsatzkräfte zu einer unangekündigten Alarmübung an einer Windkraftanlage gerufen. Angenommen wurde ein Brand in der Gondel einer Windenergieanlage (WEA) auf einer Nabenhöhe zwischen 120 und 160 Metern. Infolge von herabfallenden, brennenden Trümmerteilen entwickelte sich ein Vegetationsbrand in einem angrenzenden Waldstück, während der Brandrauch in Richtung der Ortschaft Vinsebeck zog. Aufgrund der weithin sichtbaren Schadenslage wurde zudem mit einem hohen Aufkommen an Schaulustigen und Medienvertretern gerechnet.
Da Brände in dieser Höhe mit den regulären Gerätschaften der Feuerwehr nicht aktiv bekämpft werden können und keine Möglichkeit einer Löschmittelversorgung besteht, stand der Eigenschutz im Vordergrund. Durch das Brandereignis herrschte im Umkreis von mehreren hundert Metern akute Lebensgefahr durch herabstürzende Bauteile. Zudem bildeten brennende Schmierstoffe, Öle und Kunststoffe – insbesondere kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK), deren Fasern bei Brandbelastung ähnlich gefährlich wie Asbest sind – eine erhebliche Gefährdung für die Einsatzkräfte.
Aus diesem Grund beschränkten sich die Maßnahmen im Einsatzabschnitt 1 (EA1) zunächst auf die weiträumige Absperrung und Sicherung der Einsatzstelle in einem Radius von rund 1.000 Metern. Parallel dazu wurde im Einsatzabschnitt 2 (EA2) die Bekämpfung des Vegetationsbrandes vorbereitet und andeutungsweise durchgeführt. Die Löschwasserversorgung wurde hierzu über eine „Lange Wegstrecke“ mittels mehrerer Pumpen aus einem Teich aufgebaut. Weitere einsatztaktische Abschnitte wie „Warnen der Bevölkerung“, „Messen“, „Dekontamination“ und „Versorgung“ wurden planerisch gebildet und im Übungsverlauf fiktiv mit Kräften besetzt. Das Social-Media-Team des Löschzuges 1 simulierte das Aufkommen von Pressevertretern, entwarf entsprechende Mitteilungen und übernahm die Bilddokumentation.
Die komplexe Lage stellte insbesondere für die Einsatzleitung, die Einsatzabschnittsleiter, die Einheitsführer sowie die Besatzung des Einsatzleitwagens (ELW) eine umfangreiche und koordinativ herausfordernde Übung dar. Im Einsatz befanden sich der Löschzug 3 (Löschgruppen Vinsebeck, Ottenhausen, Sandebeck und Grevenhagen), Einheiten des Löschzuges 2 (Löschgruppen Bergheim und Eichholz) sowie die ELW-Einheit und das Social-Media-Team des Löschzuges 1 (Steinheim).






